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So 22.10.2006 - 17.30 Uhr | Hall, Salzlager

Gèlèdè Ritual der Yoruba Afrika, Benin

Tanz der Masken - erstmals in Europa - Immaterielles Weltkulturerbe

mit Unterstützung von ÖEZ & Unesco Kommission, in Zusammenarbeit mit dem Tanzquartier Wien

27.10. Pusch: into the blue


Das Gelede-Ritual ist ein über Jahrhunderte tradiertes Tanzritual, 2001 wurde es von der Unesco zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt. Seit über 100 Jahren feiern die Yoruba-Nago ihre Rituale und Tänze zu Anlässen wie Ernte, aber auch nach Dürre und Epidemien. Die mit geschnitzten Masken ausgeführten Tänze werden auf Yoruba gesungen. Sie rufen deren Geschichte und Mythen in Erinnerung. Die Gemeinschaft teilt sich in zwei Gruppen, eine von einem Mann und eine von einer Frau geleitete - damit ist es das einzige Ritual, in der auch Frauen Rollen übernehmen. Zwei Tage gibt es die Möglichkeit diese faszinierende, vom Aussterben bedrohte Kultur kennen zu lernen.

28.10. liquid loft: running sushi
29.10. Dyrvall, Weinhuber: catastrophe communication combinatoria, zum landler...
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Gelede-Ritual

Seit mehr als einem Jahrhundert findet in der Region Togo / Benin / Nigeria in Westafrika das grenzüberschreitende Gelede Tanzritual statt. Jährlich treffen mehrere tausend Mitglieder der Yoruba Volksgruppe aus entfernten Siedlungsgebieten zusammen, um wichtige gemeinschaftliche Ereignisse wie das Einbringen der Ernte zu feiern oder Bedrohungen durch Dürre oder Krankheit zu bannen.
Im Ritual selbst, an dem verkleidete Tänzerinnen und Tänzer in aufwendig gestalteten Masken teilnehmen, werden Geschichte, Mythen und soziale Rollen der Yoruba Gesellschaft visualisiert und so von einer Generation zur nächsten weiter gegeben.

Erstmals wird in Österreich die einzigartige Masken-Performance Gèlèdè aus dem kulturellen Performance-Reichtum der afrikanischen Yoruba-Kultur gezeigt: Männer tragen kostbar verarbeitete farbige Kostüme und befestigen überdimensional große künstliche Brüste an ihren Körpern...

Immaterielles Kulturerbe unter dem Schutz der UNESCO

Die im April 2006 in Kraft getretene UNESCO-Konvention zum Schutz des immateriellen Kulturerbes stellt eine Ergänzung zum Welterbe-Programm der UNESCO dar. Zum immateriellen Erbe gehören Sprachen, mündliche Literaturformen wie Mythen, Epen und Erzählungen, auch Musik, Tanz, Spiele, Bräuche, handwerkliche Fähigkeiten und indigenes Wissen ...

Osterfestival Tirol